Beobachten
Um ein Überblick über die Produktion zu bekommen
Im ersten Schritt wird über ein bis zwei Tage die Produktion des Betriebes beobachtet. Es wird der Gesamtablauf betrachtet, um die Wechselwirkungen der Bereiche zu erfassen. Es wird ein detaillierter Grundriss gefertigt, der die aktuelle Situation und Schwachstellen wiedergibt. Die Ist-Aufnahme dient im Wesentlichen der Problemdarstellung gegenüber den Mitarbeitern in den folgenden Workshops.
Digitale Bild- und Videoaufnahmen dokumentieren die Gegebenheiten und Vorgänge in der Produktion, so dass in den Workshops den Mitarbeitern ganz konkret die speziellen Probleme und Schwachstellen in ihrer Arbeitssituation vor Augen geführt werden können. Durch diese Beobachtungen und Befragung der Mitarbeiter lassen sich begründete Aussagen über die Effizienz der Arbeitsweisen machen. Gleichzeitig wird allen Beteiligten die Möglichkeit gegeben, mit der eigenen Kritik einen Beitrag zu Ansatzpunkten der Optimierung zu geben.
Planspiel Layout
für Umbau und Neubau
An einem dreidimensionalen Holzmodell wird mit den produktiv Tätigen ein optimales Fertigungslayout erarbeitet. Das ist sinnvoll und möglich für kleine Betriebe mit zwei Beschäftigten genauso wie für Großbetriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern. Das ist unerlässlich für Neubauplanungen und meistens erstaunlich effektiv auch für die“ Vereinigten Hüttenwerke“. In bestehenden Gebäuden sind die vorhandenen Strukturen oft schrittweise gewachsen und immer wieder ergänzt worden. Da hilft der Blick von außen gegen die Betriebsblindheit. Bei Neubauplanungen gibt das „Probe-handeln im Kopf“ Sicherheit für die notwendigen Schritte und unterstützt so bei der technischen Planung. Es gibt keinen effizienteren Weg, als mit den Beschäftigten und dem erfahrenen Berater innerhalb von zwei Tagen ein tragfähiges Layout zu erstellen.

Möglichkeit 1:
Eine Arbeitsgruppe entwickelt das Konzept. Dann entscheiden alle gemeinsam, ob es in dieser Form umgesetzt werden kann oder ob Korrekturen notwendig sind.

Möglichkeit 2:
Alle produktiv Tätigen entwickeln das Konzept gemeinsam. Danach wird es mit dem Inhaber besprochen und gemeinsam das weitere Vorgehen entschieden.
Erarbeiten im Workshop
von individuellen Lösungen mit den Mitarbeitern
Es werden nach einer Problemsammlung konkrete, meist technische Lösungen individuell für den Betrieb entwickelt. Die Workshops finden mit allen produktiv Beschäftigten statt. Dadurch werden im Dialog alle Lösungsvorschläge direkt auf ihre Machbarkeit im Unternehmen überprüft. Das Vorgehen macht aus Beschäftigten Beteiligte und motiviert sie stark, Lösungen weiter zu entwickeln. Je nach Intensität und Dauer der Beratung werden Themen zusammengefasst oder intensiviert (z.B. Standorte und Flächenaufteilung in der Fertigung, Organisation der Handarbeitsbereiche, Bereitstellen der Medien (Strom, Druckluft und Absaugung), Bereitstellen der Werkzeuge an den Maschinen, Abfallwirtschaft, Werkstückhandhabung und innerbetrieblicher Transport…), Montagevorbereitung und –fahrzeuge, Oberflächenbearbeitung, Verpacken und Verladen, …

Problemsammlung
Auf Moderationskarten werden zunächst sowohl gute Errungenschaften als auch Problembereiche gesammelt. Danach werden sie sortiert und Prioritäten festgelegt.

Arbeiten am Holzmodell
Das Modell dient als Hilfsmittel um schnell eine räumliche Vorstellung der Werkstatt, eine eindeutige Planungsgrundlage und Verständigungshilfe zu haben.

Prototypenbau
hat eine Arbeitsgruppe die technischen Skizzen zu einem Werkstattmöbel ausgeführt, so fertigen sie einen Prototyp an. Damit können Sie den anderen Beschäftigten ihre Ideen effizient erklären.
Umsetzen im Workshop
von ersten, konkreten Maßnahmen direkt am nächsten Tag
So wird der Erfolg sofort sichtbar. Es unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Vorgehens. Durch die breite Zustimmung, die alle erarbeiteten Lösungen des Vortages dann haben, werden innerhalb eines Tages immer schon erstaunlich viele Ergebnisse umgesetzt. Die darüber hinaus reichenden Umsetzungsschritte werden in einem „Maßnahmenplan“ zusammengefasst: Was wird wann von wem ausgeführt. Dieser Plan wird für alle gut sichtbar in der Werkstatt ausgehängt. Dessen Umsetzung ist optimal vorbereitet, aufgrund der sichtbaren Ergebnisse dieses Tages.
Für die neuen Handarbeitsplätze wird der Prototyp für einen Werkstattwagen gebaut. Die Rahmenpresse erhält einen neuen Platz in einer Raumnische. Die umgestellten Stationärmaschinen erhalten wieder Absaugrohre Markierung von Verkehrswegen
Workshop: Umsetzung

Für die neuen Handarbeitsplätze wird der Prototyp für einen Werkstattwagen gebaut.

Die Rahmenpresse erhält einen neuen Platz in einer Raumnische.

Die umgestellten Stationärmaschinen erhalten wieder Absaugrohre

Markierung von Verkehrswegen
Abschließen
Einige Monaten nach dem ersten Workshop findet ein Folgetermin statt, bei dem gemeinsam mit allen Mitarbeitern klare Regeln, Verantwortungsbereiche und Rituale festgelegt werden. Diese Inhalte sind die Voraussetzung dafür, dass die umgesetzten Maßnahmen auch dauerhaft im Betrieb eingehalten werden. Darüber hinaus werden nach der bekannten Vorgehensweise für weitere Probleme Lösungen erarbeitet und gegebenenfalls umgesetzt. Nach der 6-S- Methode das Kaizen sind das die beiden letzten „S“: „Sich (gegenseitig) erinnern“ und so wird daraus ein „Sich gewöhnen“ , so dass es nach einiger Zeit für alle eine Selbstverständlichkeit wird.